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Anfrage "Baumbepflanzung Marktstraße in Wevelinghoven "

Baumbepflanzung Marktstraße in Wevelinghoven

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Krützen,



in der vergangenen Sitzung des Rates am 12.05.2016 beantwortete die Stadtverwaltung in der Vorlage 192/2016 die mündliche Anfrage des Ratsherrn Büttgenbach (80/2016) zur Baumbepflanzung auf der Marktstraße in Wevelinghoven.



Da sich aus der Beantwortung seitens der Stadtverwaltung weitere Rückfragen ergeben haben, bittet die Fraktion der Freien Demokraten (FDP) im Rat der Stadt Grevenbroich um die Beantwortung der folgenden Fragen:



Laut Stadtverwaltung wurde im Zusammenhang mit der Neubepflanzung für die Oststraße im Jahr 2008 im Ausschuss für Landschaftspflege und Umweltschutz beschlossen, dass an der Marktstraße ebenfalls die schmalkronige Säulen-Hainbuche der Sorte Frans Fontaine nachgepflanzt werden soll.



Da Unterlagen aus dem Jahr 2008 nicht im Ratsinformationssystem abrufbar sind, bittet die FDP-Ratsfraktion um zur Verfügüngstellung einer Kopie der Sitzungsvorlage und des Sitzungsprotokolls.



Vor diesem Hintergrund bitten wir um Beantwortung nachfolgender Fragen:



1. Handelte es sich bei dem Beschluss aus dem Jahr 2008 um einen Beschluss, der vollumfänglich in die Zuständigkeit des Ausschusses für Landschaftspflege und Umweltschutz fällt oder ist bei derartigen Beschlüssen auch die Zustimmung des Rates zwingend erforderlich?



Die Stadtverwaltung gibt ferner an, dass der Beschluss aus dem Jahr 2008 auch „sehr im Sinne der Anlieger“ gewesen sei, da diese sich „immer mehr über den Blütenfall der Japanischen Zierkirschen beschwerten“. Uns haben Anlieger der Marktstraße Gegenteiliges berichtet, so dass sich die folgende Frage stellt:



2. Wie viele Anlieger haben sich seinerzeit über den Blütenfall der Japanischen Zierkirschen beschwert und wie haben sie dies kundgetan (über Anrufe in der Stadtverwaltung, über eine Unterschriftenliste, etc.)? Falls hierzu Dokumente vorliegen, bitten wir um eine entsprechende Überlassung.



Zwischenzeitlich mussten mehrere Exemplare der Japanischen Zierkirschen aufgrund von Abgängigkeit gefällt werden. Diese wurden durch die genannten Säulen-Hainbuchen ersetzt. Wir gehen davon aus, dass die heute noch verbleibenden Zierkirschen nicht gefällt werden sollen, sondern nach und nach durch Säulen-Hainbuchen ersetzt werden sollen, wann immer eine Zierkirsche gefällt werden muss. Dies hat zur Folge, dass für eine Übergangszeit (solange noch Zierkirschen vorhanden sind), beide Baumarten auf der Marktstraße vorkommen werden.



3. Wie lange wird diese Übergangszeit dauern bzw. wann wird voraussichtlich die letzte Zierkirsche gefällt werden müssen? (Bitte um Angabe einer näherungsweisen Jahreszahl.)



Insbesondere während der Übergangszeit ergibt sich ein nicht einheitliches und zerklüftetes Straßenbild, weil die Säulen-Hainbuchen schmalkronig sind, einen sehr schmalen Stamm haben und hoch wachsen, während die Zierkischen eine eher runde Krone sowie einen vergleichsweise breiten Stamm haben und nicht so hoch wachsen.



4. Warum fiel, insbesondere vor diesem Hintergrund, im Jahr 2008 die Wahl speziell auf schmalkronige Säulen-Hainbuche der Sorte Frans Fontaine? Warum hat man nicht eine andere Baumart gewählt, die sich auch in der Übergangszeit besser in das Straßenbild einfügt?



Angenommen, der Ausschuss für Landschaftspflege und Umweltschutz würde seine Beschlusslage aus dem Jahr 2008 nun dahingehend verändern, dass er neu beschließen würde, dass Japanische Zierkirschen zukünftig nur noch durch neue Japanische Zierkirschen ersetzt werden sollen.



5. Wie teuer wäre dann die Umpflanzung der bereits neu gepflanzten Säulen-Hainbuchen an einen anderen Ort, verbunden mit einer Neupflanzung mit Japanischen Zierkirschen?



Mit freundlichen Grüßen

Markus Schumacher