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Antrag "Behördliches Vorschlagswesen"

Antrag zur Sitzung des Finanzausschusses am 04.02.2010

Behördliches Vorschlagswesen

Der Finanzausschuss schlägt dem Rat vor zu beschließen:



Im Rahmen des behördlichen Vorschlagswesens werden Beschäftigte der Stadt, bei einer nachgewiesenen Kostenersparnis, mit 10 % der Jahreseinsparung honoriert.



Zur Prüfung des Vorschlages wird eine Kommission gebildet, der die Bürgermeisterin, die Beigeordneten, ein Verwaltungsjurist, Mitglieder des Finanzausschusses und ein Personalratsvertreter angehören. Dieses Gremium hat die Vorschläge auf Durchführbarkeit und die zu erwartende nachhaltige Kostenreduzierung zu prüfen.



Des weiteren soll dem Vorschlagenden, um evtl. persönliche Nachteile zu vermeiden, die Möglichkeit eingeräumt werden den Verbesserungsvorschlag direkt dem Finanzausschuss-vorsitzenden zu unterbreiten und von diesem so lange anonymisiert werden, bis der Verbesserungsvorschlag bewertet wurde. Darüber ist in enger Zusammenarbeit zwischen dem Ausschussvorsitzenden und der Bürgermeisterin der Vorschlagende zu informieren.



Die erfolgreichen Vorschläge sollen gesammelt und am Jahresende der Öffentlichkeit vorgestellt werden.



Die Finanzierung der dadurch anfallenden Ausgaben ist durch die Einsparungen gedeckt. Um das Verfahren für die Beschäftigten attraktiv zu gestalten, wird für Vorschläge, die zu geringeren Einsparungen führen, die Berücksichtigung durch ein noch zu entwickelndes Bonussystems vorgeschlagen. Die erfolgreiche Beteiligung am Vorschlagswesen ist in das Beurteilungsverfahren aufzunehmen und bei anstehenden Beförderungen / Höhergruppierungen zu berücksichtigen.



Dieses Verfahren ist den Mitarbeitern der Stadtverwaltung in geeigneter Weise (regelmäßige Aufforderung in den dienstlichen Mitteilungen) bekannt zu machen




Begründung:

Motivation und Identifizierung mit ihrer Arbeit führen zu einer hohen Zufriedenheit der Mitarbeiter. Um zu einer erhöhten Kostenersparnis im Haushalt zu kommen, müssen Verwaltungsabläufe optimiert werden. Im Rahmen des behördlichen Vorschlagswesens können die Mitarbeiter sich durch ihre Kenntnisse und Fähigkeiten kreativ einbringen.

Dem Vernehmen nach werden Verbesserungsvorschläge nicht vorgebracht, weil die Vorschlagenden persönliche Nachteile (Mobbing/Bossing) befürchten.