Antrag "Crowdfunding-Plattformen nutzen"
Antrag zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Demografieausschusses am 19.11.2015
Crowdfunding-Plattformen nutzen
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Krützen,
die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Grevenbroich bittet Sie, nachfolgenden Antrag für die nächste Sitzung des Haupt-, Finanz-, und Demografieausschusses aufzunehmen:
„Der Haupt-, Finanz- und Demografieausschuss der Stadt Grevenbroich beauftragtndie Verwaltung, geeignete Projekte, die aufgrund der finanziellen Situation der Stadt Grevenbroich zunächst als nicht finanzierbar erscheinen, auf Crowdfunding-Plattformen zu bewerben und letztlich durch externe Finanzierung, aber in der Gestaltungsverantwortung der Stadt, zu realisieren.“
Begründung:
Crowdfunding bietet Kreativen schon seit längerem die Möglichkeit ihre Ideen und Projekte auf Crowdfunding-Plattformen im Internet zu bewerben und letztlich so zur finanziellen Realisierung zu führen. Der Bereich der Finanzierungsform durch Crowdfunding dehnt sich immer mehr aus. Nicht nur kulturelle Projekte werden so
finanziert. In Paderborn und Mönchengladbach (Vgl. z.B. www.stadtmacher.org) wird partiell die Stadtentwicklung durch Crowdfunding gestaltet.
Die Nutzung von Crodfunding-Plattformen erscheint aus zwei Gründen besonders reizvoll für Kommunen:
1. Die Finanzierung diverser Projekte können teilweise durch reine private Finanzierung realisiert werden. So ließe sich beispielsweise eine Skateranlage durch diverse kleinere Spenden evtl. realisieren.
2. Es setzen sich nur die Projekte durch, die letztlich von breiten Teilen der Bevölkerung mitgetragen werden. Es ist davon auszugehen, dass in diesen Fällen auch davon ausgegangen werden, dass Projekte die so finanziert
wurden mit besonderer Sorgfalt in der Öffentlichkeit genutzt werden.
Privatpersonen, aber auch Firmen, können einzelne Projekte, die sie fördern wollen, dann durch kleine Spenden mitfinanzieren. Auf der Projektseite ist immer sichtbar, wie viele Spenden für die einzelnen Maßnahmen schon gesammelt werden konnten. Erst wenn der volle, benötigte Betrag erreicht wurde, werden die Spenden
tatsächlich eingezogen.
Ebenso wie Schulen können auch Kommunen diese Plattformen nutzen, um ihren Bürgern die Möglichkeit zu geben, zweckbezogen Spenden zu entrichten und so die Realisierung sinnvoller Projekte zu unterstützen. Durch das Erstellen von kleinen Vorstellungs-Videos und die Verbreitung dieser in sozialen Netzwerken kann dazu
beigetragen werden, dass Projekte, die vielen Bürgern als sehr wichtig erscheinen, somit nicht grundsätzlich an der finanziellen Situation der Stadt scheitern.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Schumacher