FDP Grevenbroich

Antrag "Planerische Alternativen zur Umwandlung der Realschule Wevelinghoven in eine Gesamtschule prüfen"

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Krützen,

die FDP-Ratsfraktion bittet Sie, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung des Rates der Stadt Grevenbroich am 10. Oktober 2019 zu setzen:

„Der Rat der Stadt Grevenbroich beauftragt die Verwaltung, bei den Planungen für die Umwandlung der Realschule Wevelinghoven in eine Gesamtschule die folgenden Alternativen zu prüfen:
A) Eine Einbeziehung der Gebäude auf der Bergheimer Str. in die Planungen - beispielsweise könnten die Klassen 5 bis 10 am Heyerweg in Wevelinghoven bleiben, während die Klassen 11 bis 13 in die Bergheimer Str. ziehen, bzw. wie viele Klassenräume und Nebenräume stehen insgesamt einer weiteren Verwendung zur Verfügung?
B) Eine Einbeziehung einer Fläche auf der gegenüberliegenden Seite der L361 (Parkplätze, Turnhalle, Elterntaxi-Haltestelle), die über eine Fußgänger-Brücke erschlossen werden könnte."

Begründung:
Schon heute stößt der Verkehr in den Straßenzügen rund um den Heyerweg in Wevelinghoven an seine Grenzen. Vor allem eine ständige Zunahme des Verkehrs durch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren (oftmals als "Eltern-Taxis" bezeichnet) führt schon heute zum Verkehrsinfarkt. Die Umwandlung der Realschule in eine Gesamtschule wird dieses Verkehrsproblem aufgrund der gesteigerten Schülerzahl massiv verstärken. Hinzu kommen noch die geplante Kindertagesstätte sowie der geplante vierte Bauabschnitt des Rahmenplans Wevelinghoven-Süd ("An Mevissen"). Es ist unübersehbar, dass die derzeit bestehende Verkehrsinfrastruktur diese zusätzlichen Verkehrsströme nicht wird aufnehmen können. Ohne eine Lösung für dieses Verkehrsproblem kann die Realschule nicht erweitert werden. Wir bitten deshalb um die Prüfung der folgenden Alternativen:

A) Die Realschule Wevelinghoven grenzt an die L361. Auf der gegenüberliegenden Seite der L361 befindet sich eine große, aktuell landwirtschaftlich genutzte Fläche. Sollte es gelingen, diese Fläche käuflich zu erwerben und eine Änderung des Flächennutzungsplans durchzuführen, so würde diese Fläche für die Planungen zur Erweiterung der Realschule Wevelinghoven zur Verfügung stehen. Die neue Fläche könnte über eine Fußgängerbrücke mit dem derzeitigen Gelände verbunden werden. Im Optimalfall ließe sich das Gebiet auf der gegenüberliegenden Seite sogar an die L361 anbinden. Dann könnte man das Befahren des Heyerwegs nur noch für Anwohner zulassen und der gesamte Schulverkehr (Individualverkehr und
Schulbusse) für die Realschule könnte über die L361 abgewickelt werden. Dies würde das Verkehrsproblem am Heyerweg deutlich entschärfen.

B) Die Räume der ehemaligen Schule an der Bergheimer Straße stehen aktuell leer. Es sollte geprüft werden, ob es nicht möglich wäre, zumindest einen Teil des Schulbetriebs (bspw. die Klassen 11 bis 13) dorthin zu verlegen. Für den Standort Wevelinghoven würde dies bedeuten, dass die Klassen 5 bis 10 verbleiben. Der Umfang des Schulbetriebs und somit die benötigte Fläche würde also bestehen bleiben. Ein Neubau von Gebäuden wäre nicht erforderlich und der Abenteuerspielplatz könnte erhalten bleiben. Dies löst zwar nicht die bestehenden Verkehrsprobleme, doch zumindest wird einer weiteren Verschärfung
entgegengewirkt.

Mit freundlichen Grüßen
Markus Schumacher