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Klimaanpassungskonzept für Grevenbroich

Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregenereignisse nehmen zu und betreffen Gesundheit, Infrastruktur, Stadtgrün und Wasserhaushalt.

Die Verwaltung wird beauftragt, die Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes für Grevenbroich vorzubereiten, die voraussichtlich verbesserten Fördermöglichkeiten nach Verabschiedung der Novelle des nordrhein-westfälischen Klimaanpassungsgesetzes zu prüfen und dem zuständigen Fachausschuss einen Vorschlag zu Vorgehen, Zeitplan sowie Personal- und Finanzbedarf vorzulegen.

Das Konzept soll Grevenbroich widerstandsfähiger gegen Hitze, Trockenheit, Starkregen und Überflutungen machen und insbesondere folgende Handlungsoptionen prüfen:

1. Klimarisiko- und Betroffenheitsanalyse für Hitze, Starkregen, Trockenheit und lokale Wärmeinseln,

2. öffentlich zugängliche kühle Rückzugsräume, insbesondere für vulnerable Gruppen,

3. Entsiegelung und Begrünung geeigneter kommunaler Flächen,

4. Starkregenvorsorge und Wasserrückhalt nach dem Schwammstadtprinzip,

5. Verschattung stark frequentierter Räume sowie städtischer Kitas und Schulen,

6. Trinkwasserbrunnen und ergänzende Abkühlungsangebote an heißen Tagen,

7. Umsetzungsfahrplan ab 2027 mit Abschluss des Konzeptes spätestens bis 2029 sowie Priorisierung, Klärung von Zuständigkeiten und Fördermittelprüfung.

Begründung:

Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregenereignisse nehmen zu und betreffen Gesundheit, Infrastruktur, Stadtgrün und Wasserhaushalt. Grevenbroich sollte deshalb frühzeitig die Grundlagen schaffen, um Klimaanpassung fachübergreifend und vorausschauend # umzusetzen.

Die Novelle des Klimaanpassungsgesetzes soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten und Kommunen zur Aufstellung von Klimaanpassungskonzepten verpflichten. Die Konzepte sollen bis 2029 vorliegen; zugleich ist eine verbesserte Landesförderung vorgesehen. Grevenbroich sollte diese Förderkulisse frühzeitig nutzen.

Bereits heute setzt die Stadt einzelne Bausteine um, etwa Entsiegelung, Begrünung und Nachpflanzungen. Das ab 2027 vorgesehene Entsiegelungskonzept für städtische Flächen sollte mit dem Klimaanpassungskonzept verzahnt werden.

Zeitlich wird vorgeschlagen: Fortführung laufender Maßnahmen; Fertigstellung des Entsiegelungskonzeptes bis Frühjahr 2027; zeitnaher Start der Konzepterstellung nach Verabschiedung der Novelle und Prüfung der verbesserten Fördermöglichkeiten; Abschluss des Klimaanpassungskonzeptes spätestens bis 2029 und anschließende Umsetzung priorisierter Maßnahmen.

Wir bitten um Zustimmung zu diesem Antrag.

Freundliche Grüße

Daniel Rinkert, Vorsitzender SPD- Fraktion 

Markus Schumacher, Vorsitzender FDP-Fraktion 

Dr. Peter Gehrmann, Co-Vorsitzender Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen

Renate Steiner, Co-Vorsitzende Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen 

Martina Suermann-Igné, Vorsitzende Mein Grevenbroich