Pressemeldung "FDP: Zweitwohnsitzsteuer wäre schädlich für Grevenbroich"
Die FDP-Ratsfraktion lehnt die Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer für die Stadt Grevenbroich entschieden ab. Die Liberalen sind der Meinung, dass man bevor ein neuer Besteuerungstatbestand geschaffen wird, erst einmal konkrete Zahlen vorgelegt werden müssen, bei wie vielen Personen diese Steuer überhaupt greift. „Insgesamt wird diese neue Steuer den Stadthaushalt nicht retten. Vielmehr wird sie Grevenbroich unattraktiver machen“, gibt Fraktionssprecher Markus Schumacher zu bedenken.
Die Politik realisiert langsam, dass wir auch in einem Wettbewerb um Einwohner stehen. Da Grevenbroich keine Universitätsstadt ist sind junge Studierende gezwungen, Grevenbroich während ihrer Studienzeit zu verlassen. Viele von diesen kommen danach nicht mehr als Einwohner zurück in die Schlossstadt. Das hat nach Ansicht der Liberalen langfristig verheerende Folgen für die Stadt. Derzeit behalten die Studierenden oftmals noch ihren Erstwohnsitz in Grevenbroich. Müssen die jungen Menschen sich aber entscheiden, in welche Stadt sie ihren Erstwohnsitz legen, wird Grevenbroich wahrscheinlich mehr Bürger verlieren als hinzugewinnen. Zweitwohnssitzsteuern sind ökonomisch sinnvoll für große Universitätsstädte und beliebte Touristenorte, nicht jedoch für eine mittelgroße Stadt zwischen großen Metropolen, wie es Grevenbroich ist. „Eröffnen wir jetzt auch noch einen Wettbewerb im Bereich der Höhe der Zweitwohnungssteuer wenden sich viele Bürger von Grevenbroich ab und wir werden netto weniger Einwohner haben, als derzeit“, befürchtet Schumacher. Dann wäre die Argumentation der Stadtkämmerin auch nicht richtig, dass wir durch die Schaffung einer Zweitwohnsitzsteuer mehr Schlüsselzuweisungen durch das Land bekommen.