Pressemitteilung "Erft-Renaturierung: Valencia zum Vorbild für Wevelinghoven nehmen"
Schon heute steht fest, dass die Erft aufgrund des Wegfalls bis 2045 renaturiert wird. In Wevelinghoven wird sie ihr jetziges Bett verlassen und in Mäandern durch die Landschaft fließen. Der Vitusgraben mit dem Postkartenmotiv auf der Straße „Am Wehr“ wird dann kein Wasser mehr führen. Die Freien Demokraten (FDP) wollen eine breite Debatte mit Bürgerbeteiligung darüber anstoßen, wie Wevelinghoven nach der Renaturierung der Erft aussehen könnte. Sie haben sogar einen konkreten Ansatzpunkt: Das Flussbett des Turia in Valencia.
Aufgrund von Überschwemmungen hatte man dort in den 1960er Jahren beschlossen, den Fluss Turia südlich der Stadt umzuleiten. Das ursprüngliche Flussbett im Stadtzentrum von Valencia ließ man bewusst
austrocknen. Heute befindet sich dort eine Naherholungszone, die sich wie eine grüne Lunge durch die spanische Großstadt zieht. Neben Parkflächen findet man dort beispielsweise auch kleine Fußballfelder,
Spielplätze, Cafés und Kletterbereiche.
„Auch wenn das Turia-Flussbett in Valencia deutlich länger und breiter ist als die Erft in Wevelinghoven, so kann es dennoch als Inspiration für eine Neugestaltung unserer Erft dienen“, so der stellvertretende FDP-Vorsitzende und Wevelinghovener Ratsherr Steffen Büttgenbach. „Im Umweltausschuss haben wir den ‚Grundsatzbeschluss Grün’ getroffen, der vorsieht, bestehende Grünzüge auf Dauer zu erhalten und weitere zu schaffen. Dies müssen wir nun auch mit einer breiten Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in die Tat umsetzen. Wevelinghoven wäre hierfür ein guter Anfang!“